DUS

TING

Die Geisteswissen-schaften sind in der Krise. Wir haben die Lösung. 

Erklärvideos erhoben zur Erfahrung.

International sinken die Studierendenzahlen in den Geisteswissenschaften; im Diskurs werden sie zunehmend als „nutzlos“ abgetan. Dieser Rückgang ist gerade in Zeiten erstarkender antidemokratischer Kräfte fatal. Für die Bildung einer liberalen Zivilgesellschaft reicht das Faktenchecken nicht aus, da neben ökonomischen auch psychologische Dynamiken das Politische prägen. Die Geisteswissenschaft ist die einzige Wissenschaft, welche diese adressieren könnte, um Bürger zu bilden, die mit den psychologischen und ideologischen Kräften bewusster umgehen können, welche Krisen lostreten. Das derzeitige Wachstum im privaten E-Learning-Sektor bietet eine Chance, die Geisteswissenschaften einem breiteren Publikum wieder näherzubringen.

mehr EU-Bürger haben Online-Lernmaterialien genutzt in 2023 im Vergleich zu 2022. 

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Rückgang des Anteils der Studierenden geisteswissenschaftlicher Kurse in Deutschland über die letzten 20 Jahre.

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der Deutschen lehnen ein autoritäres System bzw. eine Diktatur nicht vollkommen ab.

Videoplattformen – allen voran YouTube – haben sich als primäre Infrastruktur für E-Learning etabliert, offenbaren jedoch ein extremes qualitatives Gefälle zwischen den Disziplinen. Während die MINT-Fächer von fundierten Inhalten profitieren, zeigt sich in den Geisteswissenschaften eine prekäre Schieflage: Die Formate sind entweder hochspezialisiert und unzugänglich oder zwar populär, aber mit schockierenden inhaltlichen Mängeln behaftet. Dieses qualitative Vakuum wird zunehmend durch die strategischen Interessen privater Akteure und Technologiekonzerne besetzt, was die Deutungshoheit im digitalen Diskurs zunehmend marktwirtschaftlichen und ideologischen Kalkülen unterwirft.

niemand hat das Potenzial des Formats voll ausgeschöpft…

…Bis jetzt

Mit unserem Ansatz schließen wir die Lücke zwischen medialer Zugänglichkeit und wissenschaftlicher Integrität. Zunächst veröffentlichen wir unsere Erklärvideos mit anspruchsvoller Dramaturgie und fachlicher Präzision auf YouTube, um das spezifische Potenzial der Geisteswissenschaften zu aktivieren.der Wow-Moment, der Eintritt, wenn man plötzlich etwas auf eine andere Weise   denken gelernt hat. Da sich die Philosophie durch ihre konstitutive Offenheit auszeichnet, verzichten wir auf reduktionistische Antworten. Stattdessen führen wir gezielt an die immanenten Widersprüche sowie die unbeantworteten oder unanbeantwortbaren Fragen eines Denksystems heran. Durch die Symbiose aus Design und Gehalt fördern wir nicht nur den Wissenserwerb, sondern provozieren die Reflexion über eigene Denkformen.

Unsere Lösung
Eine neue form

Visuell und sachlich hervorragend

Wir verbinden faszinierende Bilder mit wissenschaftlicher Genauigkeit. Mit beeindruckenden 2D-/3D-Animationen machen wir komplexe Themen interessant und stellen gleichzeitig sicher, dass die Inhalte sachlich korrekt und frei von irreführenden Vereinfachungen sind.

Für alle zugänglich

Wir präsentieren Themen nicht nur auf leicht verständliche Weise, sondern finden auch psychologische Bezugspunkte in jedem Thema, die das Interesse der breiten Öffentlichkeit wecken und die Themen unmittelbar relevant und greifbar machen. Wir bleiben dem Thema treu und entwickeln die Zugänglichkeit von innen heraus, anstatt sie von außen aufzuzwingen.

Lernen als Erfahrung

Unsere Storytelling-Methode verwandelt den Lernprozess in eine fesselnde ‚Noir‘-Style Ermittlung, bei der der Zuschauer zur Identifikation mit dem Thema bewegt wird. Wir gestalten unsere Videos so, dass die Gestaltungsform selbst den Inhalt verkörpert, sodass dieser nicht nur verstanden, sondern auch erlebt wird.

Unser
Angebot

Unsere Strategie konzentriert sich einerseits auf provokante Titel und Themen, andererseits auf eine wissenschaftlich neutrale Präsentation unserer Erklärvideos, die frei von aktuellen Trends und Tagespolitik sind. So entsteht eine langlebige „Evergreen“-Bibliothek, die unabhängig von kurzfristigen Hypes kontinuierlich Klicks generiert. Dieser nicht konfrontative und distanzierte Ansatz ermöglicht es uns auch, potenziell kritische Zielgruppen zur Selbstreflexion anzuregen, ohne sie durch eine antagonistische Sprache abzuschrecken. Hinzu kommen Merchandise, digitale Produkte und stufenweise Mitgliedschaften mit Bonus-Content.

Unsere Mission ist es, Wissen für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen, aber ein  Wissen, das nicht nur sachlich korrekt ist, sondern auch durch seine From zur Selbstreflexion anregt. Wir richten uns dabei an zwei Hauptgruppen: einerseits Menschen mit und andererseits Menschen ohne formale Bildung. Durch eine einzigartige Ästhetik und tiefgründige Erzählungen möchten wir die Neugier beider Gruppen wecken und für sie zu einer transformativen Lernreise eröffnen.

Unsere
Kunden

Proof of Concept

Unser vorläufiger Proof of Concept ist das Video „Hegels Dialektik erklärt nach Slavoj Žižek: ‚Substanz ist Subjekt‘ mit Sein und Nichts“. Die überwältigende Resonanz – die sich in zahlreichen Kommentaren und einer stetigen Nachfrage nach neuen Videos widerspiegelt – bestätigt das Potenzial dieses Formats. Seitdem hat der Kanal trotz Inaktivität 5.000 Abonnenten gewonnen. Wir bauen dieses Publikum mit den Videos, die wir auf dem Kanal veröffentlichen werden, weiter aus.

Dank unserer Synergienstrategie verzeichnen wir im Vergleich zu traditionellen Bildungskanälen ein überdurchschnittliches Wachstum. Wir verbinden Einzigartigkeit mit Unterhaltungswert und akademisch fundierter Bildung. Darüber hinaus bieten wir Zugangsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Nischen, die über den Bereich der Geisteswissenschaften hinausgehen. Damit positionieren wir uns gegen die Logik der Nischenmärkte, die zum Teil für die allmähliche Spaltung von Kultur und Gesellschaft verantwortlich ist.

Prognose

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46.270 Abonnenten in den ersten 48 Monaten

0 Tsd.

553.260 Euro Umsatz in den ersten 48 Monaten

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24 hochwertige Langform-Videos und 178 Shorts in den ersten 48 Monaten

Wir leben in einer Zeit wachsender  Demokratieverdrossenheit. Die liberale Ordnung wird von allen Seiten angegriffen, nicht zuletzt durch ihre eigenen inneren Spannungen. Gezielte Desinformationsstrategien zielen darauf ab, das Vertrauen in Institutionen und gesichertes Wissen zu untergraben. Diese Narrativen entfalten ihre Wirkung nicht nur durch ihren bewussten Inhalt, sondern vielmehr durch das Unbewusste – die Strategie der Faktenprüfer, die richtige Fakten gegen falsche ausspielen, verfehlt somit ihr Ziel. Erwiesen ist, dass höhere Bildung – insbesondere in den Geisteswissenschaften – antidemokratischen Überzeugungen entgegenwirkt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie die Fähigkeit schult, vor allem die Form des Denkens selbst zu reflektieren. Mit einem neuen und spannenden Format für das Lernen, Lehren und Erleben der Geisteswissenschaften möchte unser Unternehmen diesem gesellschaftlichen Problem entgegenwirken.

Unsere Mission

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der 15-Jährigen in Deutschland verfehlen die Mindestanforderungen an
Lesekompetenz.

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der Deutschen lehnen ein autoritäres System bzw. eine Diktatur nicht vollkommen ab.

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höher Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur bei Menschen mit mangelnder Bildung

Um das möglich zu machen brauchen wir

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Sind Sie bereit, mit uns die Art und Weise zu verändern, wie die Welt lernt? 

Wollen sie unsere Mission unterstützen?

Marginale

Form

unattraktiv, unzugänglich, technisch mangelhaft und ohne jegliches Produktionsniveau.

Inhalt

sehr akkurat, ohne viele Verallgemeinerungen, technisch, detailliert und sehr wissenschaftlich.

Diese Kanäle priorisieren die akademische Tiefe und theoretische Komplexität gegenüber visueller Attraktivität und didaktischer Zugänglichkeit. Sie werden oft von tatsächlichen Akademikern oder engagierten Forschern betrieben, die sich die Zeit nehmen, in komplizierte Details und Nuancen einzutauchen und häufig Themen außerhalb des Mainstream-Diskurses zu erkunden. Ihre visuelle Präsentation ist typischerweise minimal, oft mit schlechter Bildqualität, schlechter Mikrofonen und statischen Bildern oder maximal PowerPoint-Folien. Trotz des Mangels an Glanz strebt ihr Inhalt nach einer Wissenschaftlichkeit, die naturgemäß mehr Fragen aufwirft und die Unvollständigkeit hervorhebt. Diese Kanäle bieten genauere und tiefgründigere Informationen, sind aber aufgrund ihrer Komplexität und minimalen Präsentation nicht sehr anfängerfreundlich. Sie stehen den anderen beiden Kategorien oft kritisch gegenüber.

Institutionelle

Form

Hochwertig, zugänglich, attraktiv aber keine formalistische Ästhetik.

Inhalt

fehlerhaft, unwissenschaftlich, ideologisch und auf einfache Antworten aus.

Diese Kanäle fungieren oft als Medienarm großer Institutionen, Denkfabriken oder etablierten Marken. Sie zeichnen sich durch hohe Produktionswerte, polierte Visuals und eine konsistente, professionelle Ästhetik aus. Der Inhalt ist typischerweise sehr gut präsentiert, neigt jedoch dazu, komplexe Themen zu stark zu vereinfachen und ihnen oft ihre inhärente Schärfe und Widersprüche zu nehmen. Diese Kanäle sind sehr anfängerfreundlich und erzeugen durch ansprechende Bilder Neugier, bieten jedoch fast ausschließlich vereinfachte oder falsche Informationen. Durch ihr professionelles Auftreten scheinen sie Antworten zu geben und regen selten dazu an, wirklich selbst weiterzuforschen. 

Stories

35–60 Minuten

Biografien & Fallgeschichten  animierte Biografien wichtiger Denker, bekannte Anekdoten und Nebenpersonen, aber auch Geschichten, die mit der Theorie verwoben sind; z.B. platonische Dialoge und die Fallgeschichten Freuds (Z.B. Schreber | infamous Schizo or Queer Icon?”).

Analysen

25–35 Minuten

Anwendung von Theorie auf Kunst & (Pop)Kultur dazu zählen Videos, in denen die Theorien beispielsweise Film, Malerei oder Literatur angewandt werden. (“The Secrets of Las Meninas | Decoding Velázquez with Lacan and Foucault”)

Ideen

25–35 Minuten

Begriffe, Argumente & Werke erklärt  animierte und ausführliche Erläuterung eines Gedankens oder eines Begriffs. (Z.B.; „Religion and Excess | Batailles Theory of Religion explained”)

Ionische, klassische & hellenistische Philosophie

Sokrates

469 v. Chr. - 399 v. Chr.

Dazu gehören die sokratischen Dialoge, die platonische und neuplatonische Lehre sowie die Vorsokratiker, die Frage nach der Natur der Realität, Ethik, Erkenntnistheorie, die Frage nach dem guten Leben (Eudaimonia), die Frage nach der Liebe; all die witzigen, absurden und skandalösen Ereignisse und Mythen, die sich um Sokrates und die genannten anderen ranken.

Aufklärung & Deutscher Idealismus

G.W.F. Hegel

1770-1831

Dazu gehören Kant und Hegel, aber auch Fichte und Schelling, sowie ihre Vorläufer Descartes und Hume, die Fragen der Erkenntnistheorie, der Ästhetik, das “Ich” und der Geschichte. Es gehören dazu auch Denker des Gesellschaftsvertrags und der politischen Theorie wie Rousseau, Lock und Hobbes.

Psychoanalyse

Sigmund Freud

1856-1939

Dazu gehört neben der Theoriebildung Freuds auch die Geschichte ihrer Entwicklung, von den menschenunwürdigen ‘Irrenanstalten’ über die Hypnose bei Charcot bis hin zu Freuds Couch. Die verschiedenen Fallgeschichten einzelner Patienten, die von immensem Einfluss waren und nicht zuletzt extrem spannend sind. Die Theorie der Psychoanalyse, die immer noch extremen Einfluss hat (Beispielsweise als Grundlage der Gender Theorie von Judith Butler oder in Film- und Literaturwissenschaften), bietet sehr viele Ansätze für die Fragen über die eigene Selbst- und emotionale Entwicklung, lässt sich aber auch hervorragend auf Kunst anwenden. 

Strukturalismus & Post-Strukturalismus.

Jacques Lacan

1901-1981

Dazu gehören Linguisten wie De Saussure (Vater der modernen Linguistik) und poststrukturalistische Denker wie Lacan und Derrida, George Bataille, Deleuze und Guattari, sowie wichtige Vorgängern im Existenzialismus und Phänomenologie wie Heidegger, Husserl und Sartre. Hier findet sich ein riesiger Schatz nicht nur von spannenden Kommentaren zur Kunst, zum Film und aufregender Erkenntnisse über Anthropologie, Sexualität und die Basis der Queer-Studies, sondern auch eine große Menge witziger und düsterer Anekdoten.

Freuds größter Fehlschlag
Missbrauch, Ehebruch und Hysterie: Der Fall Dora

Der Fall Dora (Ida Bauer) gilt als Freuds größter und zugleich produktivster Fehlschlag. Die 18-jährige Dora wurde wegen hysterischer Symptome zu Freud geschickt, nachdem sie sexuelle Übergriffe durch den Freund ihres Vaters (genannt Herr K.) erfahren hatte, mit dessen Ehefrau (Frau K.) Doras Vater eine Affäre hatte. Ihr Vater wies die Anschuldigungen ab, um seine eigene Affäre zu vertuschen.

Doras Geschichte ist ein Paradebeispiel für Hysterie im Sinne der Psychoanalyse und gleichzeitig eine Geschichte, die unzählige Feministinnen und Kommentatorinnen inspirierte, begeisterte und zu Kritik veranlasste, nicht zuletzt aufgrund von Freuds literarischen Fähigkeiten. Dora wurde zu einer Identifikationsfigur für viele Kämpferinnen gegen das Patriarchat, da ihr Schicksal von so vielen Frauen geteilt wurde, insbesondere zu ihrer Lebzeite.

Gleichzeitig nimmt Freuds Fallstudie „Bruchstück einer Hysterie-Analyse“ einen zentralen Platz in der Geschichte der Psychoanalyse ein, gerade weil Freud darin sein massives Scheitern eingestand – nach nur elf Wochen brach Dora die Analyse ab. Seine Gegenübertragung (Projektion) auf Dora wurde zum Auslöser für eine viel strengere psychoanalytische Praxis.

Ida Bauer führte nach dem Abbruch der Kur ein interessantes Leben, wenngleich nicht so spannend wie das der Anna O.. Sie heiratete einen Komponisten, stand in Verbindung mit ihrem Bruder Otto Bauer, einem prominenten Marxisten, und hielt politische Salons ab, in denen sie ihre feministischen Ansichten teilte. Dora wurde von einigen AutorInnen sogar als feministische Heldin gefeiert (siehe Moi, 1990).

Ist Kunst tot?
Hegels Ästhetik erklärt

Die Frage, was Kunst ist, hat sich schon immer gestellt. Die Kommentare, die sich endlos über die vermeintlich absurden modernen Kunstwerke beschweren, sind nicht das Einzige, was diese Frage immer wieder aufwirft. Auch der KI generierte „Kunst“ wird von manchen dieser Titel aberkannt und von anderen als solche gefeiert. 

Für den Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel gibt es darauf eine klare Antwort, die er in seiner Vorlesung über Ästhetik darlegt. Diese Antwort geht über diese sehr beschränkte Betrachtung hinaus in quasi kosmische Gefilde, in denen Kunst eine ganz bestimmte Aufgabe hat. Um seinen Gedanken zu begreifen, müssen wir uns also in das sehr spekulative und zugleich faszinierende Dickicht seiner Gedanken begeben, um ein Werkzeug zu erhalten, um endlich sagen zu können, was Kunst ist und was diesen Namen nicht verdient.

Hegels spekulative Antwort: Kunst ist die sinnliche Erscheinung der absoluten Idee (des Geistes). Diese These besagt, dass Kunst nicht bloß hübsch ist, sondern der notwendige, historische Weg, auf dem die Menschheit – der sich entwickelnde „Geist“ oder die Vernunft – ihr Verständnis von sich selbst sichtbar macht. Die höchste Wahrheit soll hier in einer konkreten, dem sinnlichen Anschauen zugänglichen Form dargestellt werden, wodurch die Kunst selbst zu einem Medium der Selbsterkenntnis dieser Idee wird. Der Geist betrachtet sich selbst.

Die Entwicklung des Geistes entfaltet sich in einer Dialektik von Inhalt (die Idee) und Form (die sinnliche Gestaltung) durch drei Hauptstadien (Symbolisch, Klassisch, Romantisch). Hat der Geist diese Stadien durchlaufen und in der Romantischen Kunst zur Erkenntnis gefunden, dass sein wahres Wesen nicht mehr vollständig sinnlich darstellbar ist, hat die Kunst nach Hegel ihre historische Bestimmung erfüllt. Es folgen Religion und schließlich die Philosophie.

Ist Kunst wirklich am Ende? Was ist jedoch mit neueren Kunstformen, wie dem Film? Hier betrachten wir gegenwärtige Denker, die sich zu diesem Thema geäußert haben.

Platonic love ... is not what you think | Plato's Symposium explained

Das moderne Konzept der „platonischen Liebe“ ist ein tiefgreifendes Missverständnis des antiken griechischen Philosophen Platon. Platon entdecken sein Konzept des Eros in seinem berühmten Dialog „Das Gastmahl“ .

In diesem Meisterwerk versammeln sich Athener bei einem Trinkgelage, um über das Wesen von Eros (Liebe/Begierde) zu diskutieren. Die Reden der Gäste, darunter der Komödiendichter Aristophanes und der junge Phaidros, bauen aufeinander auf, bis schließlich Sokrates (durch die Priesterin Diotima) sein Konzept der Liebe vorstellt: der Liebe als eine Art spirituelle und philosophische Leiter.

Sokrates entwickelt sein Konzept der Liebe Schritt für Schritt. Er beginnt nicht mit rein spiritueller Liebe, sondern mit den verschiedenen Formen des Verlangens – von der Liebe zu einem schönen Körper über die Liebe zu allen schönen Körpern bis hin zur Schönheit der Seelen, zu schönen Bräuchen und Gesetzen, zur Liebe zum Wissen selbst und zur ewigen, unveränderlichen Idee der Schönheit. Wahre platonische Liebe ist somit der philosophische Aufstieg zu dieser höchsten, zeitlosen und universellen Form von Schönheit und Güte – dem Verlangen nach Unsterblichkeit, das durch die Geburt geistiger „Kinder“ erfüllt wird.

Auch der Dialog selbst ist äußerst unterhaltsam und witzig! Er wird durch das dramatische und leidenschaftliche Auftreten des betrunkenen Alcibiades belebt, dessen Versuch, Sokrates romantisch zu erobern, zu einigen der denkwürdigsten und humorvollsten Szenen der antiken Literatur führt. Alcibiades‘ Rede ist ein tief bewegendes Porträt eines verzweifelten Liebhabers und geht vielleicht über Diotimas Weisheit hinaus, um zur wahren Phänomenologie der Liebe in der irdischen Welt zu gelangen.

You are free... and it's horrifying | Sartre's existentialism explained

Jeder kennt den Stereotypen des französischen Existentialisten mit dem schwarzen Rollkragenpullover und der Zigarette im Mund. Legendär verkörpert in dem Charakter Émile Flostre aus dem Audrey Hepburn Musical Funny Face. Aber was bedeutet Existentialismus? Jean-Paul Sartres frühes Werk Das Sein und das Nichts (L’Être et le Néant, 1943) ist das Hauptwerk des neueren französischen Existentialismus. Der Name Existentialismus leitet sich selbst aus Sartres Vortrag „Der Existentialismus ist ein Humanismus“ ab, den er später hielt, um dieses monumentale Buch zusammenzufassen.

Das Sein und das Nichts begründet, warum der Mensch frei ist, und dieser Gedanke der menschlichen Freiheit ist im Kern des Existentialismus. Dabei handelt es sich um eine Freiheit, die radikal und unausweichlich ist. Wir alle wollen frei sein, uns selbst frei in der Welt realisieren. Aber Sartre deckt auf, warum gerade das etwas ist, das nicht nur schwer aus äußeren Gründen, sondern auch schwer ist, weil es unfassbar angsterregend ist. Freiheit macht Angst, und wir können ihr nicht ausweichen.

Doch Sartres Philosophie kann vielleicht helfen, diese Angst zu verstehen und uns damit ein Werkzeug geben, nicht mehr vor unserer Freiheit zu fliehen, sondern sie aktiv zu nutzen.

Freiheit ist im Sein des Menschen, sagt Sartre. Das heißt, wir müssen uns seine phänomenologische Ontologie ansehen, die auf der Kernthese Husserls basiert:

„Alles Bewusstsein ist Bewusstsein von etwas.“

Im Laufe des Videos wird deutlich werden, dass aufgrund dieser simplen These der Mensch eben kein wirkliches Sein hat. Er ist durch ein Nichts gekennzeichnet. Dieses Nichts begründet sein Begehren nach Sein und zugleich seine Freiheit. Doch es ist dieses Nicht-ganz-Sein des Menschen, das der Mensch zugleich vermeiden will. Die Angst (Angoisse) ist für Sartre das unvermeidliche Schwindelgefühl angesichts der unendlichen Möglichkeiten und der Erkenntnis, dass keine Essenz die Wahl garantieren kann. Anhand von den vielen Beispielen und Anekdoten, die Sartre als späterer Autor von vielen Theaterstücken großartig nutzt, um seine Philosophie zu verdeutlichen, werden wir enthüllen, wie wir uns diesem Nichts stellen und die Kraft der Freiheit in unserem Leben anerkennen können. Wir werden in diesen die Straßen Paris, die verlassene Wohnung unseres Freundes Pierre, den wir bei einem Treffen im Cafe vermissten und noch viele weitere Orte erkunden.

Was deine Träume Verbergen | Freuds Traumdeutung erklärt

Sigmund Freuds monumentales Werk „Die Traumdeutung“ (1900) ist nicht nur das Gründungswerk der Psychoanalyse, sondern eröffnet auch ein grundlegend neues Verständnis der menschlichen Psyche, das auch in der Philosophie Widerhall fand. Für Freud sind Träume keine zufälligen nervösen Reaktionen, sondern der „Königsweg zum Unbewussten“ – zu den bisher unentdeckten Funktionsweisen des Geistes, die alle Bereiche des Lebens durchdringen. Träume ermöglichen es uns, den Wahns selbst besser zu verstehen, denn sie stellen einen kleinen Moment des Wahns in jedem Menschen dar.

Träume sind symbolische Prozesse, die kindliche Wünsche verschlüsseln, die uns so fremd geworden sind, dass sie uns in Schrecken wecken würden, um den Schlaf des Träumenden zu schützen. Freud nannte den Prozess, der diese latenten Inhalte in manifeste Inhalte umwandelt, „Traumarbeit”. Die Beschreibung ihrer Mechanismen in verschiedenen Analysen kann jedem helfen, seine eigenen Träume zu untersuchen. Was hier gesucht werden sollte, ist nicht der latente Wunsch, sondern vor allem die Form, in der er verschlüsselt ist. Diese Form gibt Aufschluss über die Mechanismen, die Gedanken und Symptome im Alltag prägen.

Die Traumdeutung entstand nicht nur aus den geflüsterten, skandalösen zwischenmenschlichen Dramen seiner Patienten, sondern noch radikaler aus Freuds eigener unerbittlicher Selbstanalyse. Die Traumdeutung war Teil dieser ersten und unwiederholbaren Psychoanalyse, wie Freud selbst in der Einleitung betont. Nicht nur der Tod seines Vaters, sondern auch seine enge, homoerotische Beziehung zu seinem engen Freund Wilhelm Fliess. 

Philosophie Phil

Demografie

Altersgruppe: 25-45 Jahre, männlich/weiblich.

Hintergrund: Lebenslanger Lerner oder Student, oft Autodidakt. Stammt oft aus weniger privilegierten Verhältnissen, habt wenig Zeit, aber eine brennende Leidenschaft für Philosophie und geisteswissenschaftliche Themen.

Wissen: Hat bereits detaillierte Kenntnisse oder verschiedene Berührungspunkte mit den Themen der Geisteswissenschaften.

Sinus-Milieu: Prekäres Milieu, Postmaterielles Milieu

Psychologie

Motivation: Möchte spezifisches Wissen meistern und Ideen  auch außerhalb seiner Expertise verstehen. Strebt nach akademischer Exzellenz und intellektuellem Wachstum.

Inhaltspräferenz: Bevorzugt äußerst hochwertige, akademisch akkurate Lerninhalte, die Konzepte nuanciert darstellen. 

Werte: Schätzt intellektuelle Stringenz, kritische Perspektiven und das wissenschaftliche Arbeiten.

Onlineverhalten

Millionen potenziellen individuelle Nutzer
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Bedürfnisse

Benötigt gut recherchierte und fundierte Erklärungen, um autodidaktisch Wissenslücken zu schließen oder das eigene Studium zu unterstützen. Sucht Inhalte, die über Oberflächlichkeiten hinausgehen und vielfältige wissenschaftliche Perspektiven bieten.

Ziele: Erweiterung der akademischen oder autodidaktischen Studien sowie Unterhaltung durch Themen, die er liebt.

Köder: Die Videos bieten prägnante, akademisch fundierte Erklärungen und Einführungen, die das (auch autodidaktische) Studium ergänzen und den Mangel an Zeit ausgleichen.

Reflexion: Der Wunsch zu wissen wird problematisiert. Ist er wirklich neutraler Selbstzweck oder steckt etwas dahinter?

Self Help Selina

Demografie

Altersgruppe: 25-45 Jahre Männlich/Weiblich, 

Hintergrund: Unterschiedliche sozioökonomische Hintergründe, oft mit einem starken Wunsch nach Aufwärtsmobilität oder Selbstverbesserung. Sie sind vielleicht die ersten in ihrer Familie, die eine höhere Ausbildung oder eine bedeutende berufliche Entwicklung anstreben. Sie stoßen in ihrem Leben auf emotionale oder karrierebezogene Probleme oder in ihrer Selbstentwicklung und suchen nach Antworten, Lösungen und Möglichkeiten der Selbstoptimierung.

Wissen: Hat von einigen Philosophien eine vage Vorstellung, jedoch keine Wissenschaftliche, sondern vielmehr eine Populärwissenschaftliche.

Sinus-Milieu: Milieu der Performer

Psychologie

Motivation: Hoch motiviert, zu lernen und sich weiterzuentwickeln, sehen Bildung als Schlüssel zu einem besseren Leben. Sie suchen nach Antworten auf Fragen der emotionalen Entwicklung, aber auch Wissen als Statussymbol.

Inhaltspräferenz: Schauen gerne populärwissenschaftliche Podcasts, Dokumentationen, aber auch Vorträge über Psychologie, Tipps für Selbstoptimierung und emotionale Entwicklung. 

Werte: Schätzen greifbare, praktische Tipps, Status, Optimierung und die Ausbildung emotionaler Resilienz.

Onlineverhalten

Millionen potenziellen individuelle Nutzer
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Bedürfnisse

Wünschen  sich Wissen, das direkt zu ihrer persönlichen und beruflichen oder persönlichen Entwicklung beiträgt und ihr das Gefühl gibt, dass sie ihre Fähigkeiten und sich selbst verbessert. Braucht Inhalte, die sie ansprechen, zugänglich sind und einen Bezug zu den Fragen ihres praktischen Lebens aufweisen.

Ziel: Möchte ihr Verständnis für ihre Emotionen und Probleme vertiefen und intellektuelle Werkzeuge finden, um Herausforderungen zu bewältigen.  

Köder: Die Videos bieten dieser Persona auf den ersten Blick einen zugänglichen Einstieg in philosophische Konzepte, die sie als praktische Hilfsmittel für ihr Leben nutzen kann.

Reflexion: Der rein praktische Fokus wird problematisiert. Was genau bedeutet ‘besser’ im Wunsch nach Verbesserung? 

Künstler Konstantin

Demografie

Altersgruppe: 18-35 Jahre alt., männlich/weiblich/Nicht-binär.

Hintergrund: Häufig Digital Natives mit einem Hintergrund in kreativen Bereichen (Designer, Künstler, Gamedesign, Filmemacher) oder einem starken Interesse an digitalen Medien und Popkultur. Global verteilt, häufig in urbanen Zentren und stark vernetzten Online-Communities zu finden.

Wissen: Hat zwar eine Leidenschaft für populäre und auch eher hochwertige Hollywood Filme, sowie Medienkritik und Analyse, jedoch keine fundierten Kenntnisse in den Geisteswissenschaften.

Sinus-Milieu: Expeditives Milieu, Konsum-Hedonistisches Milieu

Psychologie

Motivation: Neugierig auf neue Perspektiven und unkonventionelle Erklärungen oder unkonventionelle Spekulationen. Sucht nach einzigartigen und inspirierenden ästhetischen Erfahrungen und Gedanken.  

Inhaltspräferenz: Schaut sich gerne Video-Essays über Popkultur, Lore-Deep Dives und medienkritische Analysen an. Große Vorliebe für hochwertiges, fesselndes und innovatives Design, insbesondere im digitalen Bereich.

Werte: Schätzt gut gemachte Inhalte, die durch exzellentes Design und intelligentes Storytelling einen „Wow“-Faktor bieten, der sie in eine andere Welt verzaubert.

Onlineverhalten

Millionen potenziellen individuelle Nutzer
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Bedürfnisse

Möchte unterhalten und visuell wie auch mental tiefgreifend stimuliert werden. Bereit, sich auf komplexe oder unbekannte Themen einzulassen, wenn die visuelle und erzählerische Präsentation herausragend ist und ihre Vorliebe für anspruchsvolles Design und fesselndes Storytelling mit einer Prise „Weirdness“ anspricht. 

Ziele: Geistige und visuell durchdachte Inspiration und Stimulation finden.

Köder: Die Videos bieten der Persona eine visuell und narrativ herausragende Präsentation komplexer Ideen, die ihre Vorliebe für Ästhetik, Exploration unkonventioneller Gedanken und Lore anspricht.

Reflexion: Das Jenseitige der Phantasie oder Spekulation als außerweltlich wird problematisiert. Was ist der Unterschied zwischen hier und dort? Wie viel von hier ist dort?

Nervenkitzel Nena

Demografie

Altersgruppe: 18-35 Jahre, männlich/weiblich (eher weiblich).

Hintergrund: Breites Spektrum an Berufen und Hintergründen, global verteilt. Oft aus einem weniger privilegierten Hintergrund mit wenigen Anknüpfungspunkten zur Hochkultur, hat aber eine intensive Vertrautheit mit der Popkultur.

Wissen: Hat eher keine geisteswissenschaftlichen Kenntnisse, aber (möglicherweise) einige Kenntnisse im Bereich der Psychologie und Soziologie.

Sinus-Milieu: Adaptiv-Pragmatische Mitte

Psychologie

Motivation: Hohes Interesse an menschlichem Verhalten, Psychologie und sozialen Phänomenen. Gefesselt von Spannung und Grusel. Schätzt spannende Erzählweisen. 

Inhaltspräferenz: Affinität zu True Crime, Reality-Shows, Horrorfilmen und psychologischen Thrillern. Neugierig auf psychologische Konzepte, neigt aber zum Voyeurismus. Interessiert sich für skurrile Absurditäten menschlicher Gesellschaften. Liebt Dark Romance und ähnliche Literatur.

Werte: Schätzt spannende Erzählweisen und das Lernen über neue, bisher unbekannte skurrile Fälle.

Onlineverhalten

Millionen potenziellen individuelle Nutzer
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Bedürfnisse

Möchte die Welt und die Menschen durch fesselnde Erzählungen besser verstehen. Sucht nach Spannung und „Aha!“-Momenten. Liebt aber auch Drama und Grusel bei True-Crime-Erzählungen. 

Ziel: Wünscht sich Einblicke in psychologische Mechanismen und die Entwicklung von menschlichem Verhalten, die zugleich überraschend, angenehm, gruselig, skandalös  und unterhaltsam sind.

Köder: Die Videos bieten eine fesselnde Erzählweise, die komplexe geisteswissenschaftliche Themen in spannende Geschichten mit Gruselfaktor verpackt. Der Wert liegt in den Spannungsbögen, die durch geschicktes Storytelling entstehen.

Reflexion: Die Frage nach dem Wunsch im Voyeurismus wird problematisiert. Was sucht das Auge des Voyeurs wirklich? Ist es etwas, das man überhaupt ‘sehen’ kann?

LGBTQ+ Linda

Demografie

Altersgruppe: 18-35 Jahre alt, Männlich/Weiblich/Nicht-binär

Hintergrund: Überwiegend aus der LGBTQ+ Community, aber auch Allies, die ein tieferes Verständnis ihrer Identität suchen. Häufig in urbanen Umfeldern zu finden, aber auch in ländlichen Gebieten, wo Online-Ressourcen entscheidend sind.

Wissen: Hat von einigen Diskursen und Theorien eine gewisse Kenntnis, jedoch keine Wissenschaftliche, sondern vielmehr eine Populärwissenschaftliche, ist aber sehr politisiert.

Sinus-Milieu: Expeditives Milieu, Neo-Ökologisches Milieu

Psychologie

Motivation: Starkes Interesse an Fragen der Identität, Zugehörigkeit und Selbstfindung. Neugierig auf Theorien, die gesellschaftliche Normen hinterfragen und alternative Lebensweisen und Geschlechtsidentitäten beleuchten. Sucht nach intellektuellen Werkzeugen, um die eigene Identität zu verstehen, zu artikulieren und zu validieren.

Inhaltspräferenz: Schaut Berichte, Vlogs und Video-Essays, die aus der LGBTQ Lebensrealität berichten, aber auch Vorträge und Erklärvideos zur Theoretisierung dieser Lebensrealität. 

Werte: Schätzt philosophische und soziologische Konzepte, die sich mit Geschlecht, Sexualität, Machtstrukturen und sozialen Konstrukten befassen, um alternative Lebensweisen zu begründen.

Onlineverhalten

Millionen potenziellen individuelle Nutzer
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Bedürfnisse

Benötigt Inhalte, die eine fundierte und nuancierte Auseinandersetzung mit Identitätsfragen bieten, die über oberflächliche Erklärungen hinausgehen. Sucht nach Theorien und Konzepten, die helfen, die eigene Erfahrung zu kontextualisieren und zu verstehen.

Ziel: Wünscht sich Inhalte, die intellektuelle Unterstützung und Validierung für ihre Identitätssuche bieten, und die kritische Perspektiven zu gesellschaftliche Normen einnehmen. 

Köder: Die Videos bieten der Persona eine intellektuelle Grundlage und tiefgreifende Theorien, um Fragen der Identität, insbesondere im Kontext von Geschlecht und Sexualität, zu erforschen. 

Reflexion:  Von wem wollen wir Anerkennung?  Ist das vielleicht was die Validierung unterminiert?

Verschwörungs Vera

Demografie

Altersgruppe: 35-55 Jahre alt. Männlich/Weiblich

Hintergrund: Kann aus verschiedenen sozialen und Bildungsschichten stammen, kommt jedoch eher aus einer absteigenden Mittelschicht.

Wissen: Hat von einigen Philosophen und Theologen eine vage Vorstellung, jedoch keine Wissenschaftliche, sondern vielmehr eine Pseudowissenschaftliche.

Sinus-Milieu: Nostalgisch-Bürgerliches Milieu

Psychologie

Motivation: Sucht bewusst nach “Wahrheit” jenseits etablierter Institutionen. Unbewusst auf der Suche nach einem Sündenbock bzw. einem Anlass, sich angegriffen zu fühlen und Bestätigung zu finden. Sucht nach einer Erklärung für soziale Geschehnisse, die gegen als Mainstream angesehene Erklärungen geht. 

Inhaltspräferenz: Hat ein starkes Verlangen nach „verborgenem Wissen“, alternativer Geschichtsschreibung, ahistorischer Auseinandersetzung mit Themen wie Astrologie und ähnlichen spirituellen und esoterischen Theorien. 

Werte: Schätzen den Anschein von Anti-Establishment und Aufdecken von verbotenen Wahrheiten.

Onlineverhalten

Millionen potenziellen individuelle Nutzer
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Bedürfnisse

Benötigt eine glaubwürdige Quelle, die nicht als Teil des „Establishments“ wahrgenommen wird. Sucht Sinnstiftung durch Inhalte, die existenzielle oder kosmologische Fragen behandeln. 

Ziel: Bestätigung der eigenen Weltanschauung, der eigenen Opfer-/Verschwörungsnarrativen, bzw. ein Grund, sich angegriffen zu fühlen oder einen Feind auszumachen.

Köder: Videos bieten zunächst Inhalte, die der Persona gefallen, wie das Gefühl des Verbotenen und Mystischen. Zum Beispiel: „Sokrates esoterische Lehre erklärt“.

Reflexion: Der Wunsch nach einem Feind oder einer Wahrheit “dahinter” wird problematisiert. Gibt es überhaupt ein “dahinter”? Does the call come from inside the house?

Threat

Abhängigkeit von Algorithmen und Unvorhersehbarkeit der Klickzahlen: Wachstum und Sichtbarkeit sind stark von den Empfehlungsalgorithmen von YouTube abhängig. Änderungen könnten Reichweite und Wachstum negativ beeinflussen. Zudem lässt sich die Nachfrage (Klicks) trotz Marktanalyse nie mit Sicherheit prognostizieren.

Unvorhergesehene Kosten und finanzielle Risiken: Finanzprognosen könnten durch geringere Einnahmen als erwartet oder unvorhergesehene Ausgaben gefährdet werden (z.B. steigende Outsourcing-Kosten, teurere Softwarelizenzen, Qualitätsprobleme bei Merch-Anbietern).

Reputationsrisiko und Kontroversen: Bei der Diskussion komplexer, teils politisch aufgeladener geisteswissenschaftlicher Theorien (insbesondere im Kontext von Personas wie Linda oder Vera) besteht das Risiko von Fehlinterpretationen, Gegenreaktionen oder Social-Media-Kontroversen, was die Marke schädigen könnte.

Opportunity

Lücke im Premium-E-Learning-Markt (USP): Wir agieren in einem riesigen Wachstumsmarkt. Unser hochwertiger, dokumentarischer Ansatz füllt eine klare Marktlücke zwischen unattraktiven, aber korrekten akademischen Inhalten und attraktiven, aber inhaltlich schwachen Videos. Diese einzigartige Kombination zieht ein Publikum aus verschiedenen Nischen an.

Aufbau einer engagierten und monetarisierbaren Community: Der Fokus auf tiefgründige Inhalte zieht automatisch ein sehr loyales und engagiertes Nischenpublikum an. Dieses Publikum kann über gestaffelte Kanalmitgliedschaften (BOFU), Premium-Merchandise und Kurse effektiver monetarisiert werden als reine Werbeeinnahmen (stabilere Einnahmequelle).

Langlebige Anziehungskraft und passives Einkommen (Evergreen Content): Die zeitlose Natur geisteswissenschaftlicher Themen bedeutet, dass Videos über die Jahre hinweg relevant bleiben. Dies schafft eine kontinuierliche Chance für passives Einkommen und kompensiert die geringe Upload-Frequenz.

Strategische Plattform-Diversifizierung: Der langfristige Plan, eine eigene E-Learning-Plattform aufzubauen, verringert die Abhängigkeit von YouTubes Algorithmen, ermöglicht direkte Einnahmequellen und den Aufbau einer proprietären Inhaltsbibliothek.

Weakness

Abhängigkeit von Schlüsselpersonen (Single Point of Failure): Der Plan, sich zunächst vollständig auf interne Ressourcen zu verlassen, senkt das nötige Einstiegskapital, setzt uns Gründer aber unter Druck. Dies birgt ein Risiko für Burnout, eine Minderung der Qualität und eine einzelne Schwachstelle. Sollte ein Gründer ausfallen, könnte die Produktion vollständig zum Erliegen kommen.

Begrenzte Produktionskapazität und geringe Upload-Frequenz: Da ein kleines Team alle Kernaufgaben intern erledigt, ist die Produktion auf maximal sechs hochwertige Videos pro Jahr begrenzt. Diese Frequenz, obwohl für die Qualität notwendig und bei Kanälen wie Contrapoints oder HbomberGuy effektiv, könnte das anfängliche Wachstum auf YouTube verlangsamen.

Komplexität vs. Konsistente Zugänglichkeit: Es besteht die Gefahr, dass die inhärente Komplexität geisteswissenschaftlicher Konzepte die Inhalte für das breite Publikum zu abschreckend macht, wodurch das Wachstum auf eine kleinere, intellektuelle Nische beschränkt bliebe. Gleichzeitig würde eine zu starke Vereinfachung die Marken-Autorität untergraben. Dieser Balanceakt muss in jedem Skript und jedem visuellen Konzept neu gemeistert werden, um zu gewährleisten, dass die Inhalte fachlich fundiert bleiben, aber dank der didaktischen Struktur und der Mystery-Ästhetik für jeden verständlich und fesselnd sind.

Risiko der Zielgruppen-Verwässerung (Synergie-Ansatz): Der Versuch, eine Synergie aus unterschiedlichen Personas (Prüfungshilfe, True-Crime-Interesse, Ästhetik) zu schaffen, geht gegen gängige Best Practices. Dies erfordert eine durchdachte Skriptgestaltung, da die Gefahr besteht, dass der Inhalt letztendlich für keine der breiten Zielgruppen den spezifischen Mehrwert mehr bietet.

Strenghts

Einzigartiges und differenziertes Wertversprechen: Der Schwerpunkt liegt auf der Schaffung eines Erlebnisses/Anstoß (unter Verwendung von Spannung/Mystery als Köder und einer formalistischen Ästhetik), nicht nur auf der reinen Informationsvermittlung. Dieses tiefere, unausgesprochene Konzept ist für Wettbewerber schwer nachzuahmen. Die Kombination aus fesselnder Erzählung und akademisch fundierten, didaktisch klaren Inhalten ermöglicht es uns, die hohe Eintrittsbarriere für komplexe geisteswissenschaftliche Themen zu überwinden und ein breiteres Publikum anzuziehen (Minderung des Risikos der Überkomplexität).

Fokus auf hochwertige, „Evergreen“-Inhalte: Wir bauen eine Bibliothek von Inhalten auf, die durch die zeitlose Natur geisteswissenschaftlicher Themen über Jahre relevant bleibt. Diese Langlebigkeit sichert einen stetigen Strom an Aufrufen und Einnahmen. Zudem konzentriert sich unsere Design-Strategie darauf, eine einzigartige visuelle Identität für jedes Thema zu schaffen, die sich durch den Inhalt begründet und nicht aktuellen Trends folgt. Dieser Ansatz macht die Marke unabhängig von zyklischen Design-Trends und weniger anfällig für ästhetische Veralterung und Nachahmung (Minderung des Hype-Zyklus-Risikos und Wettbewerbsrisikos).

Expertise und Expertennetzwerk: Die Gründer verfügen über eine bewährte Expertise in Design und Videoproduktion sowie eine tiefe Kenntnis der geisteswissenschaftlichen Nische. Darüber hinaus sichert das etablierte Expertennetzwerk die wissenschaftliche Neutralität und fachliche Tiefe der Inhalte. Dies gewährleistet eine intensive Qualitätskontrolle und minimiert das Risiko von inhaltlichen Fehlern oder Reputationsschäden durch Kontroversen, was uns einen Vorteil gegenüber Akteuren verschafft, die nur eine dieser Kompetenzen besitzen.

Zielgruppen-Synergie: Unser Ansatz ermöglicht es uns, ohne Inhalte zu verwässern, mehrere Zielgruppen (Prüfungshilfe, Ästhetik, True-Crime) und Bedürfnisse zu bedienen (Unterhaltung, Bildung, Persönlichkeitsentwicklung). Dies führt zu einem stärkeren Wachstum als bei Konkurrenten. Die strategische Nutzung von Mystery und Visuals erzeugt einen starken Treiber zum Dranbleiben und dient als didaktische Struktur, um den Zuschauer schrittweise in die Komplexität einzuführen und die Synergie zu halten.